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• SHOW BUCHEN Selbstverständlich werden die Marionetten und Puppen nicht nur gebaut, sondern auch gespielt. Dabei gibt es die verschiedensten Arten der Inszenierung. mehr...
• ATELIER Tobias Husemann und sein Team bauen und spielen nicht nur eigene Figuren, sie führen auch Auftragsarbeiten aus. mehr... |
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MAKING OF (DAS PROJEKT DUNDU)
Nachdem Tobias Husemann schon Marionetten aller Art gebaut hatte, von winzigen Fingerpuppen über Stabpuppen, Stockpuppen und Marionetten bis hin zu sehr großen Puppen und Figuren, wollte er diesmal eine Marionette, oder besser gesagt, eine Stockpuppe bauen, mit der er in mehrerer Hinsicht bis an die Grenze des Machbaren ging.
Auf dem Foto rechts ist Dundu bei seinen ersten Gehversuchen zu sehen.
Die neue Puppe sollte eine universelle Persönlichkeit haben, dabei in ihren Bewegungen sehr menschlich wirken und so etwas wie ein unendliches Bewußtsein ausstrahlen, also das Ideal eines “Gliedermannes” darstellen, wie es “Heinrich von Kleist” in seinem Essay “Über das Marionettentheater” schon im Jahre 1810 beschrieben hatte. Unter diesen Prämissen war es also notwendig mehrere, auch physikalische Gegensätze zu vereinen. So sollte die Figur auf der einen Seite so Groß und Stabil wie möglich sein, auf der anderen Seite sehr leicht und dadurch gut bespielbar. Ein weiteres wichtiges Kriterium bei der Umsetzung dieser Vorstellungen war der Korpus, er sollte Transparent und trotzdem in der Lage sein, Licht zu reflektieren. Das wichtigste dabei aber war, dass die Großfigur beim Figurenspiel eine völlig neuartige und phantastische Wirkung auf die Zuschauer haben und sie verzaubern sollte.
Das Projekt dieser Großfigur war also, unter den Kriterien die diese Puppe erfüllen mußte, eine immense Herausforderung für Tobias Husemann und vor allem, nicht alleine zu stemmen. Tobias Husemann fand in Stefan Charisius einen Partner und Projektleiter, mit und dem er ein Team zusammenstellte, um dieses Projekt durchführen zu können.
Aus den Erfahrungen mit den Großpuppen Elvis Presley und dem Riesenweihnachtsmann wußte Tobias, dass bei etwa fünf Metern Höhe die Grenze des Machbaren lag: “Natürlich konnte man Größere bauen, aber die waren dann ohne ein Gerüst, oder ähnliche Hilfsmittel, nicht mehr zu bewältigen”. Dundu sollte ja frei spielbar und zudem so leicht sein, dass man mit dieser riesigen Figur nicht nur ganz natürliche und menschliche Bewegungsabläufe verwirklichen konnte, sondern auch extreme Aktionen mit Anmut und Grazie spielbar waren. Da diese Ansprüche mit der üblichen Bauweise und den gängigen Materialien nicht zu erfüllen waren, mußten zuerst Materialstudien betrieben werden. Außer den hohen Anforderungen an Stabilität und Leichtigkeit, sollte das Material ja auch noch reflektierend sein.
Nachdem man mit Hilfe von einigen Versuchen ein Material gefunden hatte, dass nach mehreren zusätzlichen Arbeitsgängen die geforderten Kriterien erfüllte, ging es an die Konstruktion. Die annähernd fünf Meter Höhe erforderten Studien zu den Proportionen der Großfigur. Dann wurden die Masse festgelegt und man konstruierte die verschiedenen Mechaniken und Gestänge die benötigt wurden. Es wurden Kunstfasern, Kohlefaserstäbe, Hochleistungsalluminium und so weiter verwendet, so dass sich die Großpuppe zu einer echten “High-Tech-Figur” entwickelte.
Die Bauphase selbst dauerte einige Monate, denn um eine vollkommene Beweglichkeit der Figur zu erreichen, mußten alle Teile des Körpers einzeln spielbar sein. Die Arme und Beine mußten also aus jeweils drei Teilen bestehen, dann Oberkörper und Kopf, also insgesamt 14 Teile die hergestellt wurden, wobei die ganzen aufwendigen Mechaniken und Gestänge nicht mitgerechnet sind. Nachdem dann endlich alle Teile zum ersten Mal zusammengesetzt werden konnten, war das ganze Team begeistert und erleichtert, denn Dundu konnte von Anfang an und problemlos sein gesamtes Repertoire ausspielen.
Seit seiner Entstehung hat Dundu nun schon viele spannende Aufgaben bewältigt und die vollkommene Beweglichkeit und verblüffende Menschlichkeit seiner Aktionen, rufen immer wieder großes Erstaunen und Entzücken hervor. Die Erwartungen an eine neuartige und phantastische Wirkung seiner Auftritte wurden noch übertroffen. Durch den Zauber den Dundu auf die Zuschauer ausübt und die einzigartige Atmosphäre die er erzeugt, dringt er in eine neue Dimension des Figurenspiels vor.
• Hier noch einige Momentaufnahmen der Entwicklungs- und Bauphase des Projektes:
Weitere Fotos von Dundu und seinem Team während der Bauphase finden Sie in der Kategorie Shootings unter: • Die Bauphase
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